Die Aktion „Berlin barrierefrei"

Bedingung für die Vergabe des Signets ist die weitgehende Erfüllung des Kriterienkatalogs, verbunden mit der Aufforderung, noch bestehende Mängel nach und nach zu beseitigen.
Als Maßstab gilt die Nutzbarkeit für alle Menschen. Dabei ist es unvermeidbar, dass manch-mal im Einzelfall auch kleinere Einschränkungen akzeptiert oder geringe Hilfen in Anspruch genommen werden müssen. Das perfekte Gebäude gibt es nicht.
Das Signet ist deshalb auch kein Zertifikat für DIN-gerechtes barrierefreies Bauen! Es bildet vielmehr nur die vorhandene barrierefreie Nutzbarkeit von Gebäuden und Einrichtungen ab.
Geschäftsleuten bietet das Signet die Möglichkeit, mit der bereits bestehenden barrierefreien Gestaltung ihrer Räumlichkeiten zu werben und damit neue Kundenkreise zu gewinnen.
Zugleich informiert es die Menschen über barrierefrei nutzbare Lokalitäten.
Je mehr Signets im Stadtgebiet zu sehen sind, desto größer ist der Anreiz, noch bestehende Barrieren abzubauen - auch da, wo es nicht unbedingt gesetzlich vorgeschrieben ist.
Barrierefreiheit entwickelt sich zu einem Qualitätsmerkmal für eine attraktive, gastfreundliche und weltoffene Stadt mit hoher Wohn- und Lebensqualität im Sinne des Prinzips „Design for All - Design für Alle". Sie nutzt nicht nur den Menschen mit Behinderung, sondern allen Menschen:
10 Prozent der Bevölkerung sind auf Barrierefreiheit zwingend angewiesen, 30 bis 40 Prozent brauchen sie als notwendige Hilfe bei der Bewältigung des alltäglichen Lebens und für alle anderen stellt Barrierefreiheit eine Komfortverbesserung dar.
Wer an der Aktion „Berlin barrierefrei" teilnehmen möchte, kann sich an den Landesbeauf-tragten oder an die Behindertenbeauftragten in den Bezirken wenden.
Ausführliche Informationen sind auf der Website www.berlin-barrierefrei.de des Landesbe-auftragten für Menschen mit Behinderung zu finden, auf der auch der Kriterienkatalog für die Teilnahme an der Aktion „Berlin barrierefrei" einzusehen ist. |